Judo: UJZ verweist Wimpassing in die Schranken

Bundesliga: UJZ kämpft sich im Hexenkessel von Hellmonsödt in einen Rausch und schlägt Wimpassing 11:3.

BEZIRK. „Wir wollen den Simon sehen, wir wollen den Simon sehen“, skandierten die Hellmonsödter Fußballer lautstark, als das 11:3 über Tabellenführer Wimpassing schon längst vorbei war. Simon Hofer, der zu diesem Zeitpunkt praktisch nackt in der Garderobe stand, folgte den Rufen, warf sich rasch in seine Unterhose und präsentierte sich noch einmal den Fans, die den 27-jährigen Lokalmatadoren feierten. Und das vollkommen zu Recht. Hofer, der in Hellmonsödt einst die ersten Gehversuche auf der Judomatte machte, war einer der großen Matchwinner. Völlig überraschend war vor allem sein Sieg im ersten Durchgang über den amtierenden EM-Siebten Lukas Reiter, den er in der Verlängerung auskonterte. Reiter, der angeschlagen war, kämpfte zwar bis 81 kg – also nicht in seiner angestammten Kategorie bis 73 kg – doch auch Hofer war eigentlich viel zu leicht für diese Klasse gewesen. „Bei der Abwaage hatte ich um die 75 kg“, verriet Hofer. In Durchgang zwei musste er sich gegen Johann Schmid erst aus einem Haltegriff befreien, um ihn dann später abhebeln zu können.

Auf das Final Four Kurs genommen
Dass es gegen den Vizemeister derartig klar ausging, damit war in den kühnsten Träumen nicht zu rechnen. „Das Ergebnis spiegelt das Kräfteverhältnis nicht wider“, wusste Trainer Pepi Reiter, dass einige Faktoren am Samstag einfach zusammengekommen waren, die letztlich den Seinigen in die Hände spielten. Ein Grund war, dass für Wimpassing Schwergewichtslegionär Barna Bor (HUN) diesmal nicht verfügbar war. Daniel Allerstorfer wird das nicht gestört haben, schließlich war für den Petringer nach seinem siebten Platz bei der WM Erholung auf dem Programm gestanden. Zum quasi Wiedereinstieg kamen da die beiden Partien gegen Andreas Mruk gerade richtig, die er beide am Boden für sich entschied. Stattdessen setzten die Niederösterreicher gegen den Rekordmeister auf die Dienste der beiden Tschechen David Pulkrabek und David Klammert. Während Ersterer bis 60 kg gegen Ramazan Isaev zweimal stark aufkämpfte, gab es für Letzteren gegen Schwedenbomber Marcus Nyman nichts zu erben. Ein anderer Grund war die grandiose Atmosphäre. Angeheizt von den angesprochenen Hellmonsödter Fußballern verwandelte sich Halle in einen Hexenkessel, in dem UJZ’ler über sich hinauswuchsen. Tobias Weixelbaumer (zwei Siege bis 66 gegen Martin Morgenbesser) und Driton Shala (zwei Siege bis 73 gegen Markus Hirzberger) brachten die Stimmung regelrecht zum Kochen, ehe dann Simon Hofer jeweils noch einen draufsetzte. Durch das 11:3 über den (nun nicht mehr) Tabellenführer rückt das Final Four am 16. Dezember im Gmunden in greifbare Nähe. Zumindest ein Punkt am letzten Kampftag am 4. November bei Aufsteiger Dynamic One ist dafür aber wohl noch notwendig.

Quelle: Abgerufen am 26/09/2017 von https://www.meinbezirk.at/rohrbach/sport/ujz-verweist-wimpassing-in-die-schranken-d2260633.html

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